Kopfleiste-2017
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30 Jahre Modul-Modellbahner-Vereinigung Bremen-Nord 

 Ein Rückblick auf unser Jubiläumswochenende.

Rund ein Jahr der Planungen und Vorbereitungen lagen nun hinter uns, bis es am 08.02.2017 endlich losging.

In der Vorbereitungsphase standen viele Vorarbeiten an, die wohl nur andere Vereine, welche solche Veranstaltungen auch machen, nachvollziehen können. Beschränken wollen wir uns auf die sichtbaren Dinge. Da wären zum Einen das große Werbeplakat, welches am Vegesacker Bahnhof gut sichtbar installiert war, sowie die Ausstellung von zwei Modulen und der entsprechenden Dekoration im Bekleidungshaus Leffers in der Vegesacker Fußgängerzone. Zuletzt die vielen Flyer und Plakate, die überall verteilt und aufgehängt wurden.

 

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Unser Werbebanner am Vegesacker Bahnhof

Werbung im Schaufenster der Firma Leffers

Der inoffizielle Beginn unseres 30 jährigen Jubiläums der Modul-Modellbahner-Vereinigung Bremen-Nord begann wie alle Veranstaltungen mit dem Treffen an unserem Lager, um die PKW-Anhänger mit unseren Modulen zu beladen. Akribisch genau wurde aufgepasst, dass nichts vergessen wurde. Im KuBa (Kulturbahnhof) in Vegesack wurde zunächst erst einmal wieder alles ausgeladen und in der Halle grob  positioniert. Am Ende des Abends standen dann schon die ersten Bahnhöfe und Module.

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Transport und Positionierung der Module im KuBa

Nach dem Aufbau folgt die Kontrolle

Richtig los ging es dann am Donnerstag. Ab 09:00 Uhr stand die Aufbaumannschaft wieder bereit um loszulegen. Am Abend konnten dann bereits die ersten Loks und Züge ihre Probefahrten machen. Bis auf Kleinigkeiten, die immer mal passieren, klappte der Aufbau problemlos und wir konnten beruhigt dem Freitag und er Eröffnung entgegensehen. Nachdem am Freitagvormittag noch die Restarbeiten, wie Deko und Tresenbestückung  erledigt waren stand der Eröffnung der Jubiläumsausstellung nichts mehr im Wege.

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Die örtliche Presse war ebenfalls bereits angerückt. Um 12:00 Uhr, pünktlich wie geplant,  konnte der Ortsamtsleiter Herr Dornstedt nach einigen kurzen Ansprachen die Ausstellung eröffnen. Unser extra hergestellter Jubiläumszug, bestehend aus ca. 25 Wagen, begann seine Runden über die Anlage zu drehen. Neben diesem Zug sind über das Wochenende verteilt über 60 verschiedene Zuggarnituren unterwegs gewesen.

Unser Gebrtstagskuchen, der von Silke gebacken wurde

 

Die Jubiläumswagen:

Nachdem wir uns zum 25 jährigen Jubiläum bereits einen mit großem Aufwand angefertigten Wagen gegönnt haben, sollte es diesmal natürlich auch wieder etwas Besonderes sein. Die Wahl fiel auf einen Rungenwagen vom Typ  Rmmps 661 von der Firma Roco. Bestückt wurde er mit einer Holzkiste, die mit Profilholz verkleidet wurde und gelaserte Seitenwände hat.

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Einer der Jubiläumswagen bei der Überführungsfahrt nach Vegesack

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Verlosung:

Zwei von diesen Wagen wurden zugunsten des  „Kinderhospiz Jona“ in Bremen am Ende der Ausstellung verlost. Unser jüngstes Mitglied Felix durfte die Gewinner aus dem Losbehälter ziehen. Für den Kinderhospiz kam eine Spendensumme von 300 € zusammen. Die Gewinner wurden bereits benachrichtigt und auch in der örtlichen Presse bekannt gegeben.

Am Ende der Ausstellung wurden die Gewinner der Jubiläumswagen ausgelost

 

 

Die modellbahninteressierten Besucher:

Ein herzliches Dankeschön sagen wir an unsere zahlreichen  Besucher, die über die drei Ausstellungstage verteilt den Weg zu uns gefunden haben. Eine durchweg positive Resonanz zeigt uns, dass wir von einer überaus positiven Veranstaltung sprechen können. Vermisst wurde von einigen Besuchern lediglich eine Verkaufsbörse für gebrauchte Modellbahnartikel. Sie war aber aus Platzgründen nicht möglich, da sonst die Modellbahnanlage zu klein geworden wäre. Wir hoffen, dass die vielen an uns gestellten Fragen hinreichend beantwortet werden konnten. Besondere Freude hat uns allen das Interesse der kleinen Besucher gemacht. Zeigt es doch, dass die Modelleisenbahn auch bei den jüngeren Besuchern noch nicht ganz „out“ ist.

Fragen nach: Kann man hier auch selber mal fahren und am Regler drehen oder vielleicht mit den Kleinen mal in einer Ecke ein Haus bauen, mussten wir leider verneinen. Aber jeder, der sich unsere Begründungen dafür angehört hatte, zeigte Verständnis dafür. Personal und Platz  stehen eben nicht unendlich zur Verfügung.

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Die Zuschauer waren am Wochenende zahlreich erschienen

Der Wetterfrosch von Radio Bremen:

Hektisch wurde es am Sonnabend um 13:00 Uhr. Der Fernsehsender Radio Bremen hatte sich angesagt um die Wettervorhersage für den kommenden Tag bei uns in der Ausstellungsanlage zu produzieren.

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Was hat nun eine Modelleisenbahn mit dem Wetter zu tun? Erst einmal nichts.
Das Kamerateam und der Moderator stürmten unsere Anlage, stellten kleine GoPro Kameras auf die Anlage und drehten so die Aufnahmen direkt in der Anlage. Mit den großen Kameras wurden weitere Aufnahmen gemacht. Nach einer Stunde war das Spektakel vorbei und das Ergebnis konnten sich die Fernsehzuschauer am Abend im Fernsehen anschauen.
Herausgekommen ist ein Moderator, der in die Anlage als kleine Person hineinprojiziert wurde und vor einem beschrankten Bahnübergang und am Bahnsteig eines Bahnhofs die Wettervorhersage gemacht hat. Alle waren davon begeistert und wir danken für die zusätzliche Werbung.

Andre Fitzner bei der Wettervorhersage.  Link zur Sendung von Radio Bremen

 

 

Die Mitglieder:

Einzelne Mitglieder für ihre geleistete Arbeit hervorzuheben ist nicht unser Ding. Alle haben ihren Anteil zum guten Gelingen dieser Veranstaltung beigetragen. Einzig unsere Frauen und Lebensgefährtinnen sollen erwähnt werden, die uns fleißig am Tresen unterstützt haben. Diese guten Geister sind immer da, wenn man sie ruft und das finden wir ganz toll.

Sponsoren:

Zum ersten Mal haben wir Sponsoren für unsere Veranstaltung geworben. Vielen Dank für deren Unterstützung. Zu ihnen zählen:

  • Das Bekleidungsgeschäft Leffers, welches uns eines seiner Schaufenster für unsere Werbung zur Verfügung gestellt hat.
  • Die Modellbahnfachgeschäfte „Haar“ in Lilienthal und „MSL“ (Modellbahnshop Lippe) in Bremen Mahndorf.
  • Die Fleischerei Dohrmann und die Firma „kreativkonzept“ in Weyhe.
  • Die Firma NC-Programmierservice „ONLINE GmbH“ und natürlich auch das „kulturbüro bremen nord“

 

 

Fazit am Ende der Ausstellung:

Wir blicken mit Freude auf unser 30 jähriges Jubiläum zurück. Die Anspannung ist wieder unserer gewohnten Gelassenheit gewichen und nachdem wir intern die Ausstellung noch einmal reflektiert haben, geht der normale modellbahnerische Alltag wieder los. Alle sind sich sicher, dass es in der Zukunft wieder eine solche Veranstaltung geben soll. Zum Abschluss noch einige Fotos von der Anlage.

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Blick auf die Bahnhofstraße von Neulingen

Der Jubiläumszug auf der in der Realität nicht mehr existierenden alten Allerbrücke bei Verden

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Der neu gebaute eingleisige  Abzweig  in Richtung Schattenbahnhof

Überblick über den Bahnhof “Bad Oehmstadt”

 

 

J.Kühlinger Februar 2017

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Sommertreffen der MMV 2014

 in Bremen Blumenthal

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Weichenlaterne ganz klein Fahrt Nach dem Wechselstromtreffen im letzten Jahr fand jetzt wieder das große Gleichstromtreffen der MMV in Bremen Blumenthal statt. Wie immer, wenn wir uns mit unseren Modulen im Sommer treffen, war es auch dieses Mal wieder so richtig heiß. Die Sonne brannte vom Himmel und wir schmorten mit unseren Modulen in der gut angewärmten Halle. Das Treffen gestaltete sich wegen dieser erschwerten Witterungsbedingungen insgesamt etwas ruhiger.

Zum ersten Mal hatten wir nicht nur eine große Anlage aufgebaut, sondern gleich zwei und zusätzlich noch den neuen Teil der eingleisigen Nebenstrecke. Doch der Reihe nach:

Anfangen wollen wir in Amerika, besser gesagt mit den Amerika-Modulen von unserem Detlef. Lange fieberte er diesem großen Aufbau entgegen, sollte doch aus seinen Modulen eine komplette eigenständige Anlage aufgebaut werden. Der riesige Berg von Modulkisten ließ einiges an Aufbauarbeit erwarten. Doch viele fleißige Hände stellten und bauten in kurzer Zeit Modul für Modul zu einer Anlage zusammen. Recht bald konnten die ersten Loks auf die Gleise gestellt werden. Natürlich gab es  kleinere Probleme, wie z.B. durch die Alterung verschmutzten Gleise, die erst einmal gründlich gereinigt werden mussten. Die Weichen, Signale und auch der Fahrbetrieb werden digital gesteuert. Nachdem auch noch einige Probleme mit den in Amerika üblichen Doppel- und sogar Dreifachtraktionen gelöst waren, stand einem absolut zufrieden stellendem Fahrbetrieb nichts mehr im Wege. Endlich konnten die amerikanischen Züge auch durch eine für sie passende Landschaft rollen.

Natürlich waren auch unsere anderen Module wieder aufgebaut worden. Unter anderem wurde ein neuer zweigleisiger Abzweig getestet, der sowohl für den Gleich- als auch den  Wechselstrombetrieb eingesetzt werden kann. Auf zwei relativ kurzen Modulen wurde diese Verzweigung  gebaut, die es ermöglicht, aus der Hauptstrecke in eine weitere zweigleisige Strecke abzuzweigen. Hierdurch ergeben sich jede Menge Varianten zum Aufbau der Modulanlage. Insgesamt waren diesmal 157 Segmente mit einer Fläche von ca. 82 Quadratmetern aufgebaut. Bei einer Anlagenlänge von 132 Meter standen 430 Meter Gleislänge  zum Fahren zur Verfügung. Routiniert werkelten die Mitglieder am Aufbau der Module. Es ist immer wieder faszinierend, wie schnell diese Unmenge von Kisten zu einer funktionsfähigen Anlage zusammengebaut werden.

Das sogenannte Spielen mit der Modelleisenbahn sieht für jeden Hobbyeisenbahner auch anders aus. Der eine möchte gerne lange Züge fahren sehen, der andere liebt die amerikanischen Modelle und noch wieder andere möchten gerne rangieren. Durch die Module, die von uns liebevoll „Frickelmann“ genannt werden (siehe Günthers Rangierspiel), ist dies möglich geworden! Hier kann mit dem Minimum an Elektrik (nur ein Trafo, Weichen werden von Hand gestellt) gespielt werden ohne Ende und das wurde von jung und alt auch mit sehr viel Spaß und Intensität genutzt.

Neben den Amerika Modulen gab es aber noch eine weitere Neuheit bei diesem Treffen. Dies waren die eingleisigen Module der MMV Nebenstrecke. Zum ersten Mal wurden sie zusammenhängend aufgebaut und in Betrieb genommen. Ein provisorisch gebautes Abzweigmodul führte aus dem Bahnhof Kühlheim hin zu dem neuen Bahnhof Neulingen. Die Strecke führt durch eine große 180° Kurve entlang einer Kleingartenanlage, weiter an Wiesen und einem Bauernhof vorbei, um dann nach der Querung eines Bahnüberganges den Bahnhof Neulingen zu erreichen. Nach dem Bahnhof kommt noch ein Modul mit Äckern. Hier endet diese neue zur Zeit 15 Meter lange Strecke. Natürlich sind noch weitere Module in Planung, denn wie heißt es so schön: Eine Modellbahn ist nie fertig.

Technisch gesehen gestaltete sich der Betrieb völlig problemlos. Kurz gesagt: Aufbauen, Kabel verbinden, Rechner mit Zentrale anschließen und los geht die Fahrt. Auf diesem neuen Anlagenteil wird ausschließlich digital gefahren und geschaltet. Die Steuerung wird von der  Software Traincontroller (von Freiwald) übernommen. Diese bietet vielfältigste Möglichkeiten. Das fängt beim vollautomatischen Betrieb der Züge an, geht über die komplette manuelle Steuerung,  bis hin zum Fahren mit Handregler und dem Einleiten einer Zwangsbremsung, falls der Lokführer mal vergisst, vor einem roten Signal zu halten. Mehr Infos zu den neuen Modulen finden sie hier.

Nun bleibt noch die Frage zu klären, wie die Züge aus dem digitalen Fahrbereich in den analogen Bereich der MMV Hauptstrecke fahren können. Dazu halten alle Züge im sogenannten Übergabemodul an, wo die digitale Stromversorgung abgeschaltet und die analoge Versorgung eingeschaltet wird. Nun können sich die Züge über eine Weichenverbindung in die Hauptstrecke einfädeln und ganz normal weiterfahren.

Am Sonnabend fand  wieder das alljährliche Grillen statt. Auch hier sei den Spendern Danke gesagt und selbstverständlich auch dem Grillmeister nebst seinen Helferinnen und Helfern.

Sonntagnachmittag ging es dann wieder an den Abbau. Diesmal nicht ganz so schnell wegen den oben schon erwähnten hohen Temperaturen. Trotzdem waren alle wieder zur Tagesschau zu Hause auf dem Sofa. Jetzt können wieder in aller Ruhe Pläne für die Zukunft geschmiedet werden.

 

 

 

J.Kühlinger August 2014

 

Weichenlaterne ganz klein Sperre